Ausstellung Verena Kürsteiner ab Samstag 9. April 2022

Vernissage: Samstag 9. April 2022, 15 Uhr

Ihr Umzug in das Appenzellerland im Jahr 2001 inspirierte sie zur Entwicklung einer neuen Formsprache nebst der abstrakten Malerei. Das Appenzeller Brauchtum zog die Künstlerin in einen Bann. Über die Jahre hat sie in ihrer Malerei durch die Auseinanderse ung mit diesem Kulturgut eine eigene Formensprache entwickelt und so die traditionelle Senntumsmalerei nach ihrem persönlichen empfinden entsprechend neu interpretiert. Dabei geht es ihr nicht um eine akribisch genaue, kleinteilig und detailreiche Darstellung im Sinne der Naiven Malerei. Grosszügig gestaltete, oft gespachtelte farbige Flächen, die für sich genommen als abstraktes Bild betrachtet werden können, bilden den Hintergrund für einen einzelnen Senn oder eine ganze Figurengruppe. Dadurch kontrastrieren abstrakte und gegenständliche Elemente in einem interessanten Wechselspiel. In ihren neusten Werken der Brauchtums-Serie fällt die Kombination von Gold und Rost auf. Abgebildete Broschen und Metallteile vergoldet die Künstlerin mit hochkarätigem Bla gold. Für die Rostflächen benutzt sie ein Abfallprodukt aus der Metallindustrie, dessen Oxidationsprozess sie mit einem speziellen Verfahren beschleunigt.

Die Betrachtenden werden dazu eingeladen, in Gedanken selbst in das Bild zu steigen und ins «Sonntigshäss des Senns zu schlüpfen.